Aktiv-Passiv-Mehrung
Nicht nur ist das Erstellen einer Bilanz für fast alle Unternehmen von Rechts wegen verpflichtend. Vor allem möchten auch Sie als Inhaber eines Betriebes jederzeit ihre Buchhaltung nach Ihren exakten aktuellen Finanzkennzahlen fragen können. Daher zählt das unbedingt korrekte Erstellen einer Bilanz zu den besonders wichtigen buchhalterischen Vorgängen. Sie umfasst unter anderem die sogenannte Aktiv-Passiv-Mehrung: Diese gewährleistet eine permanente Gleichheit der Summen bei den Aktiva und Passiva.
Was ist eine Aktiv-Passiv-Mehrung?
Zwar findet sich allgemein keine wörtlich strikt vorgegebene Aktiv-Passiv-Mehrung Definition. Doch was sich hinter dem Begriff verbirgt, ist allgemein anerkannt. Die Aktiv-Passiv-Mehrung ist von hoher Bedeutung: Es sind präzise Eingaben auf der Seite der Aktiva und Passiva nötig. Und zwar, um diese nach bestimmtem Geschäftsvorfällen auf einem ausgeglichenen Level zu halten. Steigt nach einem bestimmten Geschäftsvorfall die Summe auf der Aktiv-Seite, muss auch die Passiv-Seite um exakt denselben Betrag anwachsen. Die Aktiv-Passiv-Mehrung bezeichnet man daher auch als Bilanzverlängerung.
Aktiv-Passiv-Mehrung und Bilanz
Ihre Bilanz spiegelt bei den Aktiva Ihre Vermögenswerte wider, auf der gegenüberliegenden rechten Tabellenhälfte unter Passiva sehen Sie Ihr Kapital. Als Buchungssatz mit einer identischen Erhöhung auf beiden Seiten sollten Sie bei der Aktiv-Passiv-Mehrung Fehler in der Buchhaltung unbedingt vermeiden. So ist die erforderliche Summengleichheit gewährleistet. Dabei betrifft eine Aktiv-Passiv-Mehrung ausschließlich die Bestandskonten der Bilanz und nimmt keinen Einfluss auf Ihre Gewinn- und Verlustrechnung.
Eine Aktiv-Passiv-Mehrung zählt zu den täglichen Aufgaben Ihrer Buchhaltung. Denn die ihr zugrundeliegenden Geschäftsfälle sind übliche Vorgänge in Unternehmen aller Art. Ein Beispiel für die Aktiv-Passiv-Mehrung wäre die Aufnahme eines Kredites bei Ihrer Bank. Diesen schreibt sie Ihrem Geschäftskonto einerseits gut, zugleich werden Sie im selben finanziellen Ausmaß Schuldner des Kreditinstitutes.
Weitere Beispiele für Aktiv-Passiv-Mehrungen
Neben der Kreditaufnahme gibt es zahlreiche weitere alltägliche Fälle, in denen eine Aktiv-Passiv-Mehrung stattfindet. Hier einige Beispiele:
- Ankauf von Büromöbeln auf Ziel: Stellen Sie sich vor, Sie kaufen neue Ausstattung für Ihr Büro und zahlen diese nicht sofort, sondern erhalten eine Zahlungsfrist. Hierbei steigt Ihr Vermögen auf der Aktivseite durch die neuen Büromöbel, während sich gleichzeitig die Verbindlichkeiten auf der Passivseite erhöhen.
- Thesaurierung von Jahresgewinnen: Im Rahmen des Jahresabschlusses kann ein Gewinn thesauriert, also im Unternehmen belassen werden. Dies führt zu einer Erhöhung des Eigenkapitals auf der Passivseite und gleichzeitig zu einem entsprechenden Zuwachs bei den finanziellen Mitteln auf der Aktivseite. Eine Bilanzanalyse kann hier besonders hilfreich sein, um den aktuellen Stand und die Prognose Ihres Unternehmens zu ermitteln.
Vier Arten von Wertveränderungen
Neben der Aktiv-Passiv-Mehrung finden sich drei weitere Möglichkeiten der Wertveränderung in Ihrer Bilanz:
- Aktiv-Passiv-Minderung: Sie folgt denselben Regeln wie die Aktiv-Passiv-Mehrung, hat jedoch auf beiden Seiten der Bilanz einen Werteverlust in identischer Höhe zur Folge. Dies wird auch als Bilanzkürzung bezeichnet.
- Aktivtausch: Beim Aktivtausch wächst eine Position bei den Aktiva in gleichem Maße an, wie eine andere sinkt.
- Passivtausch: Beim Passivtausch findet eine ähnliche Veränderung auf der Passiv-Seite statt, ohne dass sich die Bilanzsumme ändert.
Alle diese Vorgänge garantieren, dass die Bilanzsumme stets korrekt bleibt und Summengleichheit herrscht.
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